Die Würfelstatue, eine der wiederkehrenden Typen in der privaten Statuenaufstellung, ist eine stilisierte Darstellung einer hockenden Figur mit den Knien an der Brust und umhüllt von einem Gewand, auf dem der vollplastisch ausgeführte Kopf hervorsticht. Die Hände, und seltener die Füße, sind hingegen reliefartig geschnitzt. Die breite ebene Oberfläche dieser Art von Skulptur ist in der Regel mit Inschriften bedeckt, die mit dem Kult und dem Leben der Auftraggeber verbunden sind, meist Persönlichkeiten, die wichtige religiöse und zivile Ämter bekleideten. In der Mailänder Würfelstatue enthält die leider lückenhafte Inschrift einen Aufruf an die Göttin Hathor seitens des Besitzers der Statue, der anonym ist, da der Name in der Lücke des Textes verloren gegangen ist. Die stilistische Darstellung der Perücke und die Gesichtszüge lassen vermuten, dass die Skulptur in die Dritte Zwischenzeit datiert werden kann, genauer gesagt wahrscheinlich in die 25. Dynastie (746-655 v. Chr.).